Die ethischen Grundsätze der FN

Zitat Reese:

Verantwortung endet nicht hinter unserer Haustür, auf dem Arbeitsplatz oder im Umgang mit ausländischen Mitbürgern. Verantwortung ist immer vorhanden, wenn wir ihr nicht gerecht werden, holt uns der Schaden ein, früher oder später. Verantwortung gegenüber dem Pferd ist eine besondere Verantwortung, gleich einem Schutzbefohlenen, gleich den Kindern. Der Starke ist nicht stark weil er den Schwächeren unterdrückt, sondern wenn er ihn stärkt, ermutigt und respektiert. Dann wird der Schwächere stark und gemeinsam werden sie scheinbar unlösbare Aufgaben bewältigen. 

 

Als die Deutsche Reiterliche Vereinigung im Jahr 1995 die „Ethischen Grundsätze des Pferdefreundes“ verabschiedete, gab es in den eigenen Reihen durchaus Stimmen, die meinten,dass dieses Werk eigentlich nicht zwingend notwendig wäre und möglicherweise bald in Vergessenheit geraten würde. Die bestehenden Regelwerke und Richtlinien des Sports würden ausreichen, um Fairness und Sauberkeit im Umgang mit dem Pferd zu garantieren. Heute, fast 20 Jahre nach ihrer Verabschiedung, wissen wir, dass die Ethischen Grundsätze immer noch hochgradig aktuell sind und schon jetzt dürfen sie den Titel eines Klassikers für sich beanspruchen. Mit einer Gesamtauflage, die in die Hunderttausende geht, sind die Ethischen Grundsätze. Mittlerweile eine der am meisten verbreiteten Publikationen des Verbandes.

Seit 1995 sind die Regelwerke gerade im Hinblick auf sportliche Sauberkeitund Fairness gegenüber dem Pferd vielfach überarbeit und verbessert worden. Bei all diesen Regeländerungen haben sich die Ethischen Grundsätze immer wieder als eine wertvolle Hilfestellung und unverzichtbare Messlatte erwiesen. Eine Rolle, die ihnen auch zukünftig zukommen wird.

Sein eigenes Handeln im Umgang mit dem Pferd an den Ethischen Grundsätzen auszurichten und zu  messen, ist keineswegs ein immer leichtes Unterfangen. Dies gilt für den Akteur des Spitzensports gleichermaßen wie für den Züchter oder den Freizeitreiter, aber auch für den gesamten Verband und seine Vertreter.

Für alle am Pferdesport und der Zucht beteiligten Menschen bieten die Ethischen Grundsätze eine in ihrer Gradlinigkeit und Deutlichkeit zeitlose Orientierung zum Wohle unserer Pferde und Ponys. In den Regelwerken des Turniersports kommt den Ethischen Grundsätzen ein verpflichtender Charakter zu, der bei Verstößen entsprechend geahndet werden kann. Da sie sich jedoch auf alle Bereiche im Umgang mit dem Pferd erstrecken, sind die Ethischen Grundsätze auch Bestandteil der Ausbildungsrichtlinien und Prüfungsfach in der gesamten Amateur- und Berufsaubildung geworden.

Unser aller Dank soll den Menschen gelten, die sich bei der Erarbeitung und Verbreitung der Ethischen Grundsätze des Pferdefreundes engagiert haben. Sie haben zu einem Werk beigetragen, das unser Denken und Handeln auch in der Zukunft maßgeblich beeinflussen und prägen muss.

Breido Graf zu Rantzau

Präsident der Deutschen

Reiterlichen Vereinigung (FN)

 

DIE ETHISCHEN GRUNDSÄTZE DES PFERDEFREUNDES

 

Warum „Ethische Grundsätze“?

Seit nunmehr rund 5.000 Jahren steht das Pferd im Dienst des Menschen. Die Entwicklungsgeschichte des Pferdes war und ist eng verbunden mit der

sozialen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung der menschlichen Zivilisation. In dem Maße, in dem der Mensch heute über das Pferd,

seine Nutzung und seinen Fortbestand bestimmt, muss er sich stets seiner Verantwortung dem Pferd gegenüber bewusst sein.

 

Das einstige Steppentier Pferd hat seine Freiheit vor langer Zeit verloren. Natürlichen Lebensraum, in dem das Pferd für seine

Nahrungsbeschaffung, für sein Überleben selbst sorgen kann, kennt das Pferd nicht mehr. Selbst die sogenannten Wildpferde, wie sie

vereinzelt noch in Europa vorkommen, erhalten sich nur innerhalb ihrer umzäumten Schutzräume.

 

 

DEUTSCHE REITERLICHE VEREINIGUNG

 

Die heutigen Lebensbedingungen des Pferdes sind ausschließlich vom Menschen geschaffen und Ergebnis eines langen Zivilisationsprozesses.

Der Mensch macht sich das Pferd zunutze und setzt es nach seinen Wünschen in der Zucht, in Freizeit- und Breitensport sowie im Leistungssport ein. Damit

übernimmt er Verantwortung für das Pferd.

 

Zu fragen ist nach den Grenzen des menschlichen Handelns. In welchem Ausmaß darf der Mensch das Pferd für seine Zwecke nutzen?

Wo liegen die Grenzen zwischen der naturgegebenen körperlichpsychischen Belastbarkeit des Pferdes und seiner Überforderung?

Wie stark dürfen wirtschaftliche Interessen die Nutzung des Pferdes beeinflussen? Inwieweit darf sich der Mensch über die natürlichen

Bedürfnisse des Pferdes nach Bewegung, Kontakten zu den Artgenossen und kontinuierlicher Futteraufnahme hinwegsetzten?

Wann läuft der Mensch Gefahr, die Achtung vor dem Geschöpf Pferd zu verlieren?

 

Keine dieser Fragen lässt sich eindeutig und für alle Pferdefreunde verbindlich beantworten. Zu unterschiedlich sind die subjektiven

Erfahrungen des Einzelnen, des Züchters, des Pferdehalters, des Freizeit- und Breitensportlers und schließlich des Hochleistungssportlers.

Aber alle diese Fragen machen die ethischen Dimensionen des Verhältnisses Mensch-Pferd deutlich und münden in die

Forderung nach ethischen Grundsätzen.

 

DIE ETHISCHEN GRUNDSÄTZE DES PFERDEFREUNDES

 

Die Ethischen Grundsätze

 

1.Wer auch immer sich mit dem Pferd beschäftigt, übernimmt die Verantwortung für das ihm anvertraute Lebewesen.

 

2.Die Haltung des Pferdes muss seinen natürlichen Bedürfnissen angepasst sein.

 

3.Der physischen wie psychischen Gesundheit des Pferdes ist unabhängig von seiner Nutzung oberste Bedeutung einzuräumen.

 

4.Der Mensch hat jedes Pferd gleich zu achten, unabhängig von dessen Rasse, Alter und Geschlecht sowie Einsatz in Zucht, Freizeit oder Sport.

 

5.Das Wissen um die Geschichte des Pferdes, um seine Bedürfnisse sowie die Kenntnisse im Umgang mit dem Pferd sind kulturgeschichtliche Güter.

Diese gilt es zu wahren und zu vermitteln und nachfolgenden Generationen zu überliefern.

 

6.Der Umgang mit dem Pferd hat eine persönlichkeitsprägende Bedeutung gerade für junge Menschen. Diese Bedeutung ist stets zu beachten und zu fördern.

 

7.Der Mensch, der gemeinsam mit dem Pferd Sport betreibt, hat sich und das ihm anvertraute Pferd einer Ausbildung zu unterziehen.

Ziel jeder Ausbildung ist die größtmögliche Harmonie zwischen Mensch und Pferd.

 

8.Die Nutzung des Pferdes im Leistungs- sowie im allgemeinen Reit-, Fahr- und Voltigiersport muss sich an seiner Veranlagung, seinem

Leistungsvermögen und seiner Leistungsbereitschaft orientieren. Die Beeinflussung des Leistungsvermögens durch medikamentöse sowie nicht

pferdegerechte Einwirkung des Menschen ist abzulehnen und muss geahndet werden.

 

9.Die Verantwortung des Menschen für das ihm anvertraute Pferd erstreckt sich auch auf das Lebensende des Pferdes.

Dieser Verantwortung muss der Mensch stets im Sinne des Pferdes gerecht werden.

 

 

ERLÄUTERUNG DER ETHISCHEN GRUNDSÄTZE

 

Faszination Pferd

 

Über eine Million Züchter, Reiter, Fahrer und Voltigierer sowie eine Vielzahl passiver Pferdefreunde beschäftigen sich mit dem Pferd.

Die Begeisterung für das Pferd erstreckt sich auf alle Gruppen und Schichten unserer Gesellschaft.

 

Die Faszination Pferd wird subjektiv erlebt: Das Pferd bzw. Pony als Spielkamerad des Kindes, als treuester Freund der Jugendlichen,

als Sportkamerad des ambitionierten  Turnierreiters und -fahrers, als Freizeitpartner des Breitensportlers, als Therapeut des Kranken und

Behinderten, als Arbeitspartner  des Menschen und nicht zuletzt als Ergebnis engagierter züchterischer Bemühungen.

 

Alle Facetten des Umgangs mit dem Pferd spiegeln diese Erfahrung wieder: Der Charakter des Pferdes ist vom Vertrauen zum Menschen

sowie durch Lern- und Leistungsbereitschaft geprägt. Ohne diese Charaktermerkmale wäre die in Jahrtausenden vollzogene Entwicklung

des Pferdes zum heutigen Sport-und Freizeitpartner des Menschen nicht vorstellbar.

 

Besonders die in Kindheit und Jugend erwachte Zuneigung zum Pferd bleibt in aller Regel ein Leben lang im Menschen verankert. Die

Faszination Pferd ist mitunter so stark ausgeprägt, dass Menschen ihre gesamte Existenz, auch die wirtschaftliche, den Pferden widmen.

 

Der unmittelbare Kontakt des Menschen zum Pferd ist nicht allein ausschlaggebend für das Interesse am Pferd. Das Bewusstsein

vieler Menschen, dass Pferde als natürliche Lebewesen in unsere Landschaft gehören und mancher landwirtschaftlich geprägten Region

erst ihr typisches Gesicht verleihen, ist auch heute vorhanden, ebenso wie das Empfinden für Schönheit, Kraft, Eleganz und Ästhetik im

Erscheinungsbild dieses Tieres.

 

Ästhetik ist eines der faszinierenden Merkmale des Pferdesports. Das von Harmonie zwischen Pferd und nur im Hochleistungssport, sondern

auch im Freizeitsport immer wieder den Betrachter beeindruckt, ist das Ergebnis eines langen Prozesses, in dessen Verlauf Mensch und Pferd

Vertrauen zueinander gewinnen.

 

Das Pferd nimmt in der Kulturgeschichte des Menschen eine herausragende Stellung ein. Erst das Pferd hat dem Menschen die

Mobilität verschafft, die die Besiedlung entferntester Regionen und die Kultivierung ganzer Landstriche ermöglichte. Leistungen, besonders

aber auch die Leiden des Pferdes im Kriegseinsatz, sollten hier nicht vergessen werden.

 

Die Wissenschaft konnte nachweisen, dass der Eohippos, die Urform des Pferdes, schon vor 60 Millionen Jahren gelebt hat– der

Mensch dagegen keine fünf Prozent dieser Zeitspanne. Vor etwa 10.000 Jahren besiedelten Wildpferde den europäischen Kontinent.

 

Vor vergleichsweise kurzer Zeit – erst um 3.000 v. Christus – vollzog sich eine tiefgreifende und folgenschwere Wandlung:

Aus dem einstigen Beutetier Pferd entwickelte der Mensch das Reit- und Wagenpferd. Fortan wurde das Pferd als Arbeitstier genutzt und

oftmals ausgenutzt.

 

Mit der zunehmenden Technisierung im Transportwesen, in der Landwirtschaft und auch in der Kriegsführung, begann für das

Pferd eine grundlegend neue Ära. Seit mehreren Jahrzehnten teilt das Pferd nicht mehr die Arbeit, sondern die Freizeit mit dem

Menschen.

 

Der Stellenwert des Pferdes in der Kulturgeschichte bleibt jedoch nach wie vor sichtbar. In vielen Staats- und Länderinsignien ist das Pferd

als Wappentier dargestellt. Die über Jahrhunderte währende, umfangreiche Darstellung des Pferdes in der Kunst belegt einmal mehr seine

herausragende Bedeutung für den Menschen.

 

 Zahlreiche Skulpturen, Stiche und Gemälde offenbaren ebenso wie die Lektüre der einschlägigen Literatur von der Antike bis zur

Neuzeit den hohen Ausbildungsgrad, den der Reiter mit seinem Pferd erreichte. Wenngleich der Ausbildungslehre zeitgeistbedingte

Irrtümer unterliefen, so hat doch ein großer Teil aller Reitlehren auch heute noch in wesentlichen Punkten Gültigkeit. Die Werke

großer Ausbilder von Xenophon bis Steinbrecht, also von 400 v. Christus bis ins 20. Jahrhundert, belegen dies anschaulich.

 

Heute ist das Verhältnis zwischen Mensch und Pferd von partnerschaftlichem Miteinander in Sport und Freizeit geprägt. Ob Zucht,

Haltung, Breiten- oder Leistungssport, alle Bereiche nehmen einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert ein, der auch in der

wirtschaftlichen Bedeutung zum Ausdruck kommt. Mehr als eine Million Pferde und Ponys und mehr als eine Million Züchter,

Reiter, Fahrer und Voltigierer repräsentieren eine Wirtschaftskraft mit Umsätzen in Milliardenhöhe.

Allein in Deutschland sind schätzungsweise über 300.000 Arbeitsplätze direkt von Pferdezucht und Pferdesport abhängig.

 

Die Ethischen Grundsätze und ihre Bedeutung

 

1. ETHISCHER GRUNDSATZ

Wer auch immer sich mit dem Pferd beschäftigt, übernimmt die Verantwortung für das ihm anvertraute Lebewesen.

 

Für das Pferd Verantwortung zu übernehmen, bedeutet nicht nur die Verpflichtung zu tiergerechter Haltung, Fütterung und medizinischer

Versorgung, sondern auch, die Nutzung des Pferdes an seiner Veranlagung und seinem Leistungsvermögen auszurichten.

Achtung und Respekt des Menschen vor seinem Sport-, Freizeit- und Arbeitspartner Pferd sowie Verständnis für das Pferd sind die

Grundvoraussetzungen für ein harmonisches Verhältnis miteinander.

 

Verantwortungsvolles Handeln schließt den grundsätzlichen Erhalt der Lebens-und Entwicklungsräume für Pferde aller Rassen ein.

Die Rassenvielfalt sollte im Interesse der langfristigen Existenzsicherung aller Bereiche der Pferdezucht und des Pferdesportes

gewahrt bleiben.

 

Der Pferdezüchter, -halter und -sportler ist nicht nur für sich selbst, sondern in ganz entscheidendem Maße für das ihm

anvertraute Lebewesen verantwortlich. Insofern ist der Pferdesport mit keiner anderen

Sportart zu vergleichen. Reiter, Fahrer und Voltigierer, die ihre Sportart in der Öffentlichkeit repräsentieren, sind den Gesetzen

der Fairness verpflichtet. An den Pferdesportler werden noch höhere Maßstäbe gelegt.

 

Der Züchter wie auch der Sportler muss sein Handeln stets am Wohlergehen des Pferdes orientieren und darf sich nicht in Abhängigkeit

von wirtschaftlichen Interessen begeben, wenn diese zu Lasten des Pferdes und dessen Entwicklung gehen. Dies gilt insbesondere für

den Leistungssportler.

  

Die Ethischen Grundsätze des Pferdefreundes, des Züchters, Pferdehalters und Sportlers offenbaren sich nicht im Denken. Sie

werden erst im Handeln des Menschen sichtbar und wirksam. Der Mensch wird nicht an der bloßen Tatsache gemessen, dass

er das Pferd als Teil der Schöpfung, als Stück Natur, als Freizeit-, arbeits-und Sportpartner erhält, sondern vor allem daran, wie er

diese Aufgabe erfüllt.

 

2. ETHISCHER GRUNDSATZ

Die Haltung des Pferdes muss seinen natürlichen Bedürfnissen angepasst sein. Verantwortung für das Pferd zu übernehmen, setzt umfangreiche

Kenntnisse über dessen natürliche Bedürfnisse und Verhaltensweisen voraus.

 

Tierliebe allein reicht für die Betreuung eines Pferdes nicht aus. Falsch verstandene Tierliebe kann nachteilig für die Entwicklung des

Pferdes sein. Bei aller züchterischen Einflussnahme des Menschen auf das Pferd darf nicht vergessen werden, dass die grundlegenden

Bedürfnisse aller Pferde (unabhängig von ihrer Rasse) nach Bewegung, Luft, Licht und Kontakt zu den Artgenossen unverändert

bestehen.

 

Der gesamte Organismus des Pferdes ist auf Bewegung und kontinuierliche Futteraufnahme eingestellt. Pferde, die ganztägig

auf der Weide gehalten werden, verbringen viele Stunden am Tag mit der Futteraufnahme und legen während dieser Zeit große Strecken

zurück. Auch darf nicht vergessen werden, dass das Pferd in Schrecksituationen als Fluchttier reagiert. Die lebensnotwendigen Instinkte des einstigen

Steppentieres haben den jahrtausende langen Prozess der Domestizierung überdauert.

 

Während das Wissen um das Fluchttier Pferd starken Einfluss auf dessen Ausbildung und Einsatz hat, kommt in der Haltung den Kenntnissen

über die Bedürfnisse des Pferdes nach Bewegung, Licht, Luft und Sozialkontakten größte Bedeutung zu.

 

Der verantwortungsbewusste Züchter, Pferdehalter und Sportler muss für ausreichende, möglichst tägliche Bewegung des Pferdes

sorgen – auch auf der Weide oder zumindest in einem Auslauf. Nur ganz wenige, unausweichliche zwänge gebieten, von dieser Regel

abzuweichen.

 

Zugleich muss das Pferd in einem gut belüfteten Stall untergebracht sein, dessen Klima gemäß den Außentemperaturen folgt. Dunkle

Ställe ohne natürliche Lichtquellen sind ebenso abzulehnen wie isolierte Einzelboxen, die dem Bedürfnis des Herdentieres nach Kontakt

zu den Artgenossen nicht entsprechen.

 

 

Die Fütterung des Pferdes soll sich individuell an der Haltungsform, dem Entwicklungszustand, der Konstitution sowie am Maß der Beanspruchung

des Pferdes orientieren.

 

3. ETHISCHER GRUNDSATZ

Der physischen wie psychischen Gesundheit des Pferdes ist unabhängig von seiner Nutzung oberste Bedeutung einzuräumen.

 

In der langen Reihe derer, die Verantwortung für das Pferd übernehmen, steht der Pferdezüchter ganz am Anfang und zugleich an bedeutender

Stelle. Der Züchter legt den Grundstein für das spätere Miteinander von Sportler und Pferd in jedem Verwendungsbereich.

 

An den Züchter werden hohe Anforderungen gestellt. Neben der sorgsamen Haltung der Mutterstute und Aufzucht des Fohlens

hängt das psychisch wie physisch gesunde Heranwachsen des Jungpferdes in hohem Maße von seinem verantwortungsbewussten

Handeln ab. Schaffen der Züchter oder Aufzüchter nicht die richtigen Rahmenbedingungen für eine gesunde Entwicklung des Pferdes

mit viel Bewegung, Licht, Luft, Kontakt zu seinen Artgenossen in der Herde und schließlich menschlicher Fürsorge, sind beim späteren Reit-, Fahr-

und Voltigierpferd körperliche oder psychische Probleme nicht auszuschließen.

 

Wirtschaftliche Interessen des Züchters, Aufzüchters und Hengsthalters dürfen nicht zu Lasten der Haltung und natürlichen körperlichen

Entwicklung des jungen Pferdes gehen.

 

Auch für den Pferdesportler gilt: Ehrgeiz und Erfolgsstreben sind dem Wohlbefinden des Pferdes unterzuordnen. Nur das gut ausgebildete

und gehaltene Pferd, das psychisch und körperlich gesund ist, wird den Anforderungen im Breiten- wie im Turniersport gewachsen

sein. Der verantwortungsbewusste Pferdehalter und -sportler beobachtet deshalb stets die Verfassung seines Pferdes und leitet

bei negativen Veränderungen geeignete Schritte ein.

 

Das Streben des Sportlers nach Sieg und Plazierung muss hinter der Gesundheitsvorsorge und Gesunderhaltung des Pferdes zurückstehen.

 

Der Gesundheitsvorsorge und Gesunderhaltung des Pferdes muss auch der Freizeit- und Breitensportler höchste Bedeutung

beimessen.

 

4. ETHISCHER GRUNDSATZ

Der Mensch hat jedes Pferd gleich zu achten, unabhängig von dessen Rasse, Alter und Geschlecht sowie Einsatz in Zucht, Freizeit oder

Sport.

 

Das Pferd verdient als Geschöpf Achtung und Respekt. Die Wertschätzung des Menschen dem Pferd gegenüber muss grundsätzlicher

Natur sein und darf nicht abhängig gemacht werden von der äußeren Erscheinung, dem Alter, der Rasse sowie dem Ansehen in

Zucht und Sport. Jedes Pferd hat den gleichen Anspruch auf fürsorgliche Pflege und pferdegerechte Haltung. Die Rassenvielfalt ist im

Sinne der Vielseitigkeit von Pferdezucht und Pferdesport langfristig zu sichern.

 

5. ETHISCHER GRUNDSATZ

Das Wissen um die Geschichte des Pferdes, um seine Bedürfnisse, sowie die Kenntnisse im Umgang Güter. Diese gilt es

zu wahren und zu vermitteln und nachfolgenden Generationen zu überliefern.

 

Die besondere Verantwortung des Menschen für das Pferd muss ins Bewusstsein des Pferdesportlers, aber auch des Züchters, Halters

und Funktionärs einfließen. Wie kein anderes Tier hat das Pferd die Entwicklungsgeschichte der Menschheit beeinflusst. In seiner

heutigen Form ist es nicht nur ein „Produkt“ der Natur, sondern auch ein Ergebnis langer züchterischer Bemühungen der Menschen. Heute

sorgt der Mensch dafür, dass das Pferd als Bestandteil der Natur und Kulturlandschaft langfristig erhalten bleibt und seine Bedeutung für die

Gesellschaft behält.

 

Es gilt daher, das Wissen um die Bedeutung des Pferdes und seiner Wesensmerkmale als wichtiges Kulturgut der Menschen zu verdeutlichen.

 

Jeder Einzelne,der sich mit dem Pferd beschäftigt, ist zu verantwortungsbewusstem Umgang mit dem Pferd verpflichtet. Jeder, der

aufgrund seines Amtes (z.B. Reitausbilder) eine Multiplikatorenfunktion einnimmt, ist verpflichtet, im Sinne des Pferdes entsprechend den

Ethischen Grundsätzen zu handeln. Er muss diese Handlungsweise der Jugend vorleben und für die Weitergabe an kommende Generationen

sorgen. Besonders der Funktionär im Pferdesport und in der Pferdezucht trägt Verantwortung für die Umsetzung der Ethischen

Grundsätze.

 

Die Verbandsorganisation von Pferdezucht und -sport schafft Rahmenbedingungen, in denen ein vertrauensvolles Miteinander von

Mensch und Pferd in Sport und Freizeit sowie in der Zucht gedeihen soll. Die entsprechenden Regelwerke der Deutschen Reiterlichen

Vereinigung e.V. (FN) – Richtlinien für Reiten, Fahren und Voltigieren, Ausbildungs- und Prüfungsordnung (APO) und LeistungsPrüfungs-

Ordnung (LPO) – müssen auf diesen Ethischen Grundsätzen basieren.

 

6. ETHISCHER GRUNDSATZ

Der Umgang mit dem Pferd hat eine persönlichkeitsprägende Bedeutung gerade für junge Menschen. Diese Bedeutung ist

stets zu beachten und zu fördern.

 

Die Erziehung zu Selbsterkenntnis und Selbstbeherrschungmacht den pädagogischen Wert aus, den der Pferdesport für Menschen

Alleraltersklassen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, bedeutet.

 

Der Anfänger im Pferdesport lernt bei fachlicher Anleitung durch Lehrkräfte, Verantwortung für das ihm anvertraute Lebewesen zu

übernehmen und die natürlichen Verhaltensweisen des Pferdes zu respektieren. Deshalb sucht der Reiter Fehler nicht zunächst beim Pferd,

sondern bei sich selbst.

 

Mangelnde Selbstbeherrschung, Ungeduld und Aggression wirken sich negativ aus. Die führen nachhaltig zu einer Störung in der Harmonie

zwischen Mensch und Pferd und können Schäden bei dem Pferd verursachen.

 

Dem Gedanken der Fairness kommt im Pferdesport größte Bedeutung zu. Fairness umschreibt freilich nicht nur faire Haltung des Menschen

zum Pferd, sondern zugleich den rücksichts-und verantwortungsvollen Umgang der Menschen untereinander.

 

Toleranz und Rücksichtnahme sind die Grundvoraussetzung für die gemeinschaftliche Ausübung des Pferdesports.

 

Verantwortung schließt zugleich das aktive Teilhaben an der Sportausübung des anderen Menschen ein. Dem Anderen in schwierigen

Situationen zu helfen sollte ebenso selbstverständliche Verpflichtung des Pferdefreundes sein wie einzuschreiten, wenn ein Sportkamerad

Verantwortungsbewußtsein einem Pferd gegenüber vermissen lässt.

 

Wenngleich der Pferdesport weitgehend ein Individualsport ist, so entwickelt sich aus der gemeinschaftlichen Verantwortungdas

Gruppenerlebnis, dessen pädagogischer Wert nicht hoch genug anzusiedeln ist. Der Schulsport Reiten und Voltigieren macht sich

die pädagogischen Möglichkeiten des Pferdes erfolgreich zunutze. Das Gefühl beispielsweise der Jugendlichen, in einer Gruppe von

Pferdefreunden einen festen Platz einzunehmen, festigt die gesamte Persönlichkeit des jungen Menschen. Im Prozess des Erwachsenwerdens

führt das Gruppenzugehörigkeitsgefühl zur Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein für den Mitmenschenund das Pferd,

stärkt die Toleranz anderen gegenüber, verringert die Gefahr von Fehlentwicklungen und erleichtert die gesellschaftliche Integration.

Der Pferdesport bietet Gruppenerlebnisse nicht nur in der Vereinsarbeit, im Reitunterricht sowie im breiten- wie

 leistungssportlich orientierten Mannschaftswettkampf. Auch das gemeinschaftliche Reiten in der Natur hat einen pädagogischen

Wert. Es trägt dazu bei, dass sich der einzelne in die soziale Gemeinschaft der Menschen, die sich in der Natur aufhalten, rücksichtsvoll

einzugliedern lernt.

 

Das Pferd gibt dem Menschen ein Stück verlorener Naturzurück. Insbesondere in Ballungsgebieten, in denen jungen Menschen ohne

oder mit nur wenig Kontakt zu Landwirtschaft und Tierhaltung aufwachsen, schafft der Umgang mit dem Pferd Bewusstsein für Natur

und Natürlichkeit.

 

Die Notwendigkeit, sich als Reiter oder Voltigierer auf die Bewegung des Pferdes einzustellen, fördert die motorische und emotionale

Anpassungsfähigkeit des Menschen. Der Sportler lernt im Laufe der Ausbildung die eigenen körperlichen

Möglichkeiten besser zu erkennen und einzuschätzen. Das Therapeutische Reiten beruht weitgehend auf dem Bewegungserlebnis mit dem

Pferd. Die Hippotherapie als krankengymnastische Behandlungsmethode vermittelt dem behinderten Menschen nicht nur die Wärme des

Pferdekörpers, sondern vor allem ein Bewegungsgefühl, das er in seinem Alltagsleben nicht erfährt. Der Verhaltensauffällige oder psychisch

Kranke, der am heilpädagogischen Reiten und Voltigieren teilnimmt, begreift die Zuneigung des Pferdes, die Übernahme von Verantwortung

für ein anderes Wesen, die Auseinandersetzung mit eigenen Ängsten und fehlendem Selbstvertrauen als wichtige und häufig lebensverbessernde

Erfahrung. Schließlich findet der behinderte Mensch, der Reiten als Sport ausübt, die Integration in die Gemeinschaft aller

Reiter und Fahrer und die wichtige Anerkennung seiner Leistung.

 

7. ETHISCHER GRUNDSATZ

Der Mensch, der gemeinsam mit dem Pferd Sport betreibt, hat sich und das ihm anvertraute Pferd einer Ausbildung zu unterziehen.

Ziel jeder Ausbildung ist die größtmögliche Harmonie zwischen Mensch und Pferd. Die Ausübung und Vervollkommnung des Reit-, Fahr-und Voltigiersports

basiert auf dem Vertrauen, welches das Pferd im Laufe seiner Ausbildung zum Menschen aufbaut. So lange der Mensch den Pferdesport ausübt,

besteht die Verpflichtung zur Aus- und Fortbildung.

 

Das Ziel aller Ausbildung ist nicht das Beherrschen schwieriger Übungen, sondern die harmonische Überseinstimmung zwischen

dem Menschen und seinem Pferd, unabhängig davon, ob das Pferd leistungs- oder breitensportlich orientiert eingesetzt wird.

 

Vom Menschen erfordert die Ausbildung eines Pferdesviel Erfahrung und Geduld. Nur der genügend erfahrene Sportler sollte sich

der Ausbildung des jungen Pferdes widmen.

 

Maßstab der richtigen Ausbildung ist die Bereitschaft, die das Pferd zur Mitarbeit zeigt. Diese Bereitschaft ist nur zu erzielen, wenn die

Individualität des Pferdes erhalten bleibt und der besondere Charakter jedes einzelnen Pferdes respektiert wird. Ein in seiner Individualität und

seinem gesamten Wesen eingeengtes Pferd ist nicht in der Lage, sportliche Leistungen auf Dauer zu erbringen.

 

Selbstkritik des Menschen ist im Umgang mit dem Pferd die Voraussetzung für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Pferd.

 

Fehlentwicklungen in der Gymnastizierung, Aus- und Fortbildung des Pferdes verursacht der Mensch. Vermeintliche charakterliche Mängel

des Pferdes gehen oft auf falsche Behandlung des Pferdes zurück und dürfen zwar als Erklärung, nicht aber als Entschuldigung für

das Scheitern einer Beziehung zwischen Mensch und Pferd herangezogen werden. Der Zucht verdanken wir infolge gezielter Selektion

heute fast ausschließlich Pferde ohne schwerwiegende Exterieur- und Interieurfehler. Ein hohes Maß an Rittigkeit prägt das moderne

Warmblutpferd. Probleme in der Ausbildung werden in der Regel weniger durch angeborene Mängel verursacht, als durch fehlerhafte

Einwirkung des Reiters.

 

8. ETHISCHER GRUNDSATZ

Die Nutzung des Pferdesim Reit-, Fahr- und Voltigiersport muss sich an seiner Veranlagung, seinem Leistungsvermögen und seiner

Leistungsbereitschaft orientieren. Die Beeinflussung des Leistungsvermögens

durch medikamentöse sowie nicht pferdegerechte Einwirkung des Menschen ist abzulehnen und muss geahndet werden.

 

Voraussetzung für alle sportliche Nutzung und deren Grenzen muss die erwiesene Eignung des Pferdes für den jeweiligen Zweck sein. Von

einem Pferd Leistung zu verlangen, die es nicht erbringen kann, widerspricht ethischem Bewusstsein und ist tierschutzwidrig.

 

Die Pferde als Herdentiere ordnen sich meist dem Menschen unter, so wie sie es in Freiheit ranghöheren Pferden gegenüber tun. Diese Bereitwilligkeit

des Pferdes, den Menschen als „Leittier“ zu akzeptierenund zu respektieren, setzt voraus, dass dieser sich stets der naturgegebenen

Eigenarten des Pferdes des Pferdes bewusst ist und entsprechend handelt. Die Beanspruchung des Pferdes im Sport darf nur im Einklang

mit der psychischen und physischen Konstitution des Pferdes erfolgen. Unsachgemäße Vorbereitung und Überforderung im Einsatz

von Pferden führen zu Verschleiß und einer frühzeitigen Unbrauchbarkeit. Zur häufigsten missbräuchlichen Leistungsmanipulation zählt die

medikamentöse Beeinflussung, insbesondere das Doping. Die Bewertung von Doping im Pferdesport ist im Vergleich zu anderen Sportarten

unterschiedlich. Während in Sportarten ohne den Partner Pferd Doping zunächst als Betrug des Sportlers an seinem Gegner und am Publikum

beurteilt wird, ist Doping im Pferdesport vorrangig ein Verstoß gegen die Normen des Tierschutzes.

 

Die aus falschem Ehrgeiz und wirtschaftlichen Interessen vorgenommene Manipulation des Pferdes ist mit den Ethischen Grundsätzen

niemals in Einklang zu bringen.

 

9. ETHISCHER GRUNDSATZ

Die Verantwortung des Menschen für das ihm anvertraute Pferd erstreckt sich auch auf das Lebensende des Pferdes. Dieser

Verantwortung muss der Mensch stets im Sinne des Pferdes gerecht werden.

Die Entscheidung des Menschen, wann ein altes oder krankes Pferd von seinen Beschwerden oder Schmerzen erlöst werden muss,

erfordert eine sachliche Einschätzung der Situation, in der sich das Pferd befindet. Die Tötung des Pferdes, beispielsweise aufgrund

einer unheilbaren Krankheit oder einer unfallbedingten irreparablen Verletzung, ist abzuwägen gegenüber einer für das Pferd möglicherweise

qualvollen Therapie. Hierzu ist der fachkundige Rat eines Tierarztes einzuholen. Hat der Pferdebesitzer sich zur Tötung seines Pferdes entschlossen, ist

er oder eine Person seines Vertrauens verpflichtet, den Verbleib des Pferdes bis zum Tode zu überwachen.

Hierbei sind Transportumstände, sowie die Art der Tötung so zu wählen, dass ein unnötiges Leiden des Pferdes vermieden

wird. Am Ende einer Beziehung zwischen Mensch und Pferd beweist sich das Verantwortungsbewusstsein dem Lebewesen Pferd gegenüber.

In der Abwägung zwischen Leid und Leben muss der Mensch auch diese letzte Entscheidung übernehmen.

 

Schlussbemerkung

Jeder Pferdefreund, Züchter, Halter und Sportler trägt ein hohes Maß an Verantwortung für das Lebewesen Pferd. Der Pferdefreund muss sich

verpflichten, die Bedürfnisse des Pferdes in besonderer Weise zu wahren und das Pferd vor Ausnutzung in Zucht und Sport zu schützen. Die

Beziehung zwischen Mensch und Pferd wird daran gemessen, wie der Mensch das Pferd behandelt. Die vorliegenden neun Ethischen

Grundsätze sowie deren Erläuterungen sollen dem Ziel dienen, in Zeiten eines Wertewandels das Bewusstsein des Menschen für

die besondere Verantwortung dem Pferd gegenüber zu schärfen. Diese Sätze sind ebenso Aufforderung für jeden Züchter, Halter und Sportler,

sein Handeln zu überdenken und im Rahmen seiner Möglichkeiten an der Umsetzung zu arbeiten. Jeder Pferdefreund wird für die Verwirklichung

der Ethischen Grundsätze eigene Wege finden müssen. Zu unterschiedlich sind die Rahmenbedingungen

und Lebensbereiche, um einfache, allgemeingültige Lösungsmöglichkeiten aufzeigen zu können.

 

 

Diese Ethischen Grundsätze basieren auf vorhandenen traditionellen Werten und versuchen, Orientierungshilfen für ein vertrauensvolles

Miteinander von Mensch und Pferd in der heutigen Zeit zu geben. Das vorliegende Papier ist nicht abgeschlossen und lässt sich um weitere

Aspekte in der Beziehung Mensch-Pferd vertiefen. Die Fortschreibung und Differenzierung muss verfolgt werden.

Als vordringlich wird es angesehen, die Ethischen Grundsätze stets auch in den Regelwerken der Deutschen Reiterlichen Vereinigung,

in Satzungen und Richtlinien wiederzufinden.

 

Verabschiedet vom Verbandsrat der

Deutschen Reiterlichen Vereinigung

(FN) am 4. Mai 1995 in Altensteig-Wart.

 

 

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN)

Gründungsjahr: 1905

Offizieller Name:

Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V.,

Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht,

Fédération Equestre Nationale (FN).

Präsident: Breido Graf zu Rantzau

Mitgliederzahlen: Rund 727.980 in über 7.707 Vereinen, die Deutsche Reiterliche Vereinigung ist damit der achtgrößte deutsche Sportverband.

Außerdem gehören inzwischen mehr als 3.901 Pferdebetriebe der FN an.

Verbandsstruktur: Die Deutsche Reiterliche Vereinigung ist der größte reiterliche und züchterische Zusammenschluss weltweit. Die

FN setzt sich aus den drei Bereichen Sport, Zucht und Persönliche Mitglieder (PM) zusammen. Dem Bereich Sport sind 20 Mitgliedsverbände,

sieben Anschlussverbände und 16 Landeskommissionen, dem Bereich Zucht 26 Mitgliedsverbände angeschlossen. Um die Belange

des Hochleistungssports kümmert sich das Deutsche Olympiade Komitee für Reiterei (DOKR) mit Sitz in Warendorf. Die Persönlichen

Mitglieder (mehr als 56.000) fördern die Aufgaben der FN in Abstimmung mit den zuständigen Mitgliedsverbänden und Vereinen.

Arbeitsschwerpunkte der FN Erhaltung des Pferdes für unsere Gesellschaft;

 

Die ethischen Grundsätze der FN, Mit dem Pferd, Gerechtigkeit

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